Günstiges Konto in Österreich eröffnen

Ein Girokonto eröffnen - die günstigsten Angebote vergleichen

Angesichts der wirtschaftlich schwierigen Lage in der Alpenrepublik hat kaum jemand Geld zu verschenken. Sparsamkeit ist bei der Wahl der Versicherungen, beim Einkauf in den Supermärkten und bei der Entscheidung für ein Girokonto oberstes Gebot. Glücklicherweise sind die Konten so günstig wie nie zuvor. Es müssen nur die richtigen Angebote in den Vergleich miteinbezogen werden und der Kontoinhaber kann den vollen Leistungsumfang genießen, während aktiv Geld gespart wird. Doch bevor es um die eigentlich Kosten geht, muss definiert werden, was der einzelne Kunden von seinem Sichtkonto wirklich erwartet.
Hinweis: Es gilt als Prinzip der wirtschaftlichen Effizienz nach dem größten Nutzen bei identischen Preisen oder den niedrigsten Kosten bei identischer Leistung zu suchen. In Sachen Girokonten scheint es leichter zuerst nach den Leistungspaketen zu filtern, da in dieser Hinsicht nur wenige Abweichungen zwischen den Angeboten in Österreich existieren.

Was sollte ein Girokonto leisten?

Das eigene Sichtkonto stellt den Angelpunkte des ganzen finanziellen Daseins dar. Dieser Umstand zeigt sich durch die vielfältigen Leistungen, die von diesem Finanzprodukt erwartet werden: Alle Bankkunden erwarten in jedem Fall diese Transaktionen und Konsultationen durchführen zu können. Diese Mindestanforderungen beweist auch das neue Basiskonto („Konto für Jedermann“). Seit September 2016 müssen nämliche alle österreichischen Banken praktisch jedem Kunden ein Paket mit den oben beschriebenen Leistungen für maximal 80 Euro im Jahr anbieten. Ein Kontoinhaber in einem fixen Arbeitsverhältnis erwartet jedoch mehr von seinem Girokonto: Diese beiden Zusatzleistungen hängen augenscheinlich von der eigenen Bonität ab und können folglich nicht Jedermann gewährt werden, aber wenn die Kreditwürdigkeit ausreichend ist, dann gehören diese zwei Punkte zu den wichtigsten Entscheidungskriterien.
Hinweis: Echte Firmenkonten bieten noch zusätzliche Leistungen. Aber gerade EPUs oder kleine Unternehmen kommen oft mit einem normalen Girokonto für ihre Geschäftstätigkeit aus und können so zusätzlich Geld sparen.

Wie entstehen die Kosten für das Konto?

Um die günstigsten Konten in Österreich zu finden, muss zuerst die Kostenstruktur dieses Finanzprodukts verstanden werden. Welche Leistungen sind eher gebührenfrei bzw. gratis und für welchen Service hätten die Banken doch gerne ein Entgelt? Früher fiel der erste Blick auf die Kosten pro Buchungszeile.  Heutzutage inkludieren die Kontoführungsgebühren der meisten Angebote alle Buchungszeilen. Es muss also nur dieser pauschale Wert beachtet werden. Meist werden die Gebühren einmal pro Quartal berechnet und die günstigeren Angebote in Österreich verrechnen 10 Euro pro Quartal und weniger.
Tipp: Sofern nur sehr wenige Buchungszeilen pro Monat genutzt werden, kann es Sinn ergeben, nach einem Angebot zu suchen, welches dieses Verhalten noch würdigt. Manche Kontoinhaber lassen beispielsweise nur Strom, Internet, Telefon und Miete jedes Monat vom Girokonto abbuchen und beheben den restlichen Betrag als Bargeld. In diesen Einzelfällen kann die pauschale Abrechnung teurer sein.
Einen weiteren prominenten Kostenpunkt stellen die Sollzinsen und die Gebühren für die Gewährung eines Kontorahmens dar (Prozent der maximalen Höhe). Rund 60 Prozent der österreichischen Bankkunden besitzen einen derartigen Rahmen und ein Drittel davon nutzt ihn laut Meinungsforschung regelmäßig (Bawag-Studie aus dem Jahr 2014). Wer nicht ausschließen kann, eine derartige Überziehung einmal in Anspruch zu nehmen und die Möglichkeit eingeräumt bekommt, der muss sehr genau die entsprechenden Konditionen prüfen. Teilweise kann der sogenannte Kontokorrentkredit zu den teuersten Finanzierungen überhaupt gehören. Die effektiven Zinsen betragen bei manchen Banken rund 11 Prozent und mehr. Vergleichen Sie diesen Punkt sehr sorgfältig, denn er stellt die größte Kostenfalle bei einem Girokonto dar.
Tipp: Moderne Direktbanken sehen den Überziehungsrahmen wie einen normalen Ratenkredit und verlangen keine höheren Zinsen. Wer regelmäßig das Konto in die roten Zahlen führt, der sollte sich unbedingt nach einem solchen Anbieter umsehen.
Bezüglich Kreditkarte müssen die Konditionen auch sehr genau unter die Lupe genommen werden. Basic Karten verursachen zwar seltener jährliche Gebühren als Gold oder Platin Karten, aber ein Vergleich eröffnet oft viel Sparpotential. Darüber hinaus müssen noch folgende Punkte Beachtung finden:
Tipp: Bei vielen Kontopaketen werden die jährlichen Gebühren für die Kreditkarte zurück erstattet, sofern ausreichend Umsätze über dieses Zahlungsmittel getätigt wurden. Die Arbeiterkammer ratet davon ab, ein Girokonto in den Vergleich einzubeziehen, bei dem die Bankomatkarte Kosten verursacht. Dieser Kostenpunkt darf in Österreich nicht mehr toleriert werden.

Wie teuer sind Konten in Österreich?

Die Analysen des Marktes kommen bezüglich dieser Frage zu sehr konträren Ergebnissen. Die AK warnte noch im Mai 2016 vor steigenden Kosten für das Girokonto. Im Schnitt zahlen die Österreicherinnen und Österreicher 108,46 Euro jährlich für eine normale Kontoführung ohne Überziehung. Im Jahr 2015 handelte es sich noch um 88,08 Euro. Der unglückliche Spitzenreiter in Sachen Preis ist wie in den Jahre zuvor die BTV Vorarlberg mit teuren 315,26 Euro. Es existieren jedoch ganz gegensätzliche Angebote in Österreich.
Hinweis: Die teuersten Girokonten liegen preislich weit über der gesetzlichen Deckelung der Basiskonten für die sozial Schwachen. Dieser Umstand sollte zu denken geben. Wer ohnehin keinen Überziehungsrahmen und keine Kreditkarte benötigt, der kann über ein reines Guthabenkonto nachdenken, welches nicht teurer als 80 Euro pro Jahr sein darf. Leider fällt die Beratung in diesen Fällen oft etwas spärlich aus.
Die easybank oder die Hellobank! bieten ihre Gehaltskonten tatsächlich kostenlos an. Alle üblichen Leistungen, welche im ersten Abschnitt aufgezählt wurden, werden von diesen Direktbanken tatsächlich kostenlos angeboten und auch in Sachen Sollzinsen handelt es sich bei diesen Banken um die Top-Anbieter. Selbst die Beratung wird in Erfahrungsberichten sehr positiv beschrieben.
Während die Arbeiterkammer vor Zinsen für die Überziehung von über 13 Prozent warnt, verlangen diese Direktbanken nur circa die Hälfte für den Rahmen. Mit einem Zinssatz von rund 6 bis 7 Prozent gleichen diese Kontokorrentkredite eher Ratenkrediten. Dadurch entfällt oft der Bedarf einer teuren Umschuldung.
Niemand muss ein Rechengenie sein, um den Kostenunterschied zwischen 315 Euro und 0 Euro pro Jahr zu begreifen. Die Suche nach einem günstigen Konto macht sich einfach bezahlt. Doch warum können manche Bankhäuser ihre Konten derart günstig anbieten? Viele möchten nämlich meinen, diese kostenlosen Angebote hätten einen Haken.

Das Girokonto als Ausgangspunkt für Finanzdienstleistungen

Das relativ neue und kostenlose Konto von Number26 und das Geschäftskonzept der Anbieter zeigt ein modernes Verständnis bezüglich dem Sichtkonto auf. Diese Österreicher mit ihrem deutschen Start-up definieren nämlich ihr kostenloses Girokonto als einen Financial Hub. Sie wollen nicht über Kontoführungsgebühren verdienen, sondern verlangen in erster Linie von anderen Finanzdienstleistern Gebühren, damit diese Zugriff auf ihren Kundenstamm erhalten.
Natürlich ist kein Number26 Kunde dazu gezwungen diese zusätzlichen Apps zu nutzen, aber damit sie verfügbar sind, müssen die Anbieter und nicht die Konsumenten Gebühren entrichten. Die modernen Banken in Österreich sehen das Girokonto ähnlich. Früher gingen die Finanzinstitute noch davon aus, für die vielfältigen Leistungen, die ein Gehaltskonto bietet, eine entsprechende Gebühr verrechnen zu müssen. Moderne Banken haben das Konto als den eingangs erwähnten Dreh- und Angelpunkt identifiziert. Vom Girokonto aus wird in die Vermögensanlage eingezahlt und eventuelle Kredite fließen auf das Konto. Durch das Gehaltskonto wird die Bonität eines Kunden leicht festgestellt, denn alle Ein- und Auszahlungen laufen darüber.
In unserem modernen Informationszeitalter sind die Daten über den Bankkunden, die durch das Konto ermittelt werden, viel wertvoller als eine jährliche Durchschnittsgebühr von grob 100 Euro. Außerdem erwägen Kontoinhaber meist zuerst die Angebote, welche den größten Komfort bieten. So wird der Sparvertrag, die Lebensversicherung über die Konto-gebende Bank angeschlossen und dort auch ein eventuelles Darlehen beantragt. Aus dem Angebot eines günstigen Kontos erwachsen oft zahlreiche Folgeaufträge. Wenn auch der Kunde diesen Denkansatz versteht, dann weiß er, warum er das Recht und vielleicht sogar die Pflicht besitzt, nur die günstigsten Konten in Österreich zu erwägen.
Hinweis: Viele traditionelle Filialbanken merken zunehmend den Druck, den die Direktbanken auf den Finanzmarkt ausüben. Das kostenlose Girokonto besitzt nämlich keinen Haken und das merken die Kunden in Österreich zunehmend. Deshalb wird auch bei diesen Banken das Girokonto immer günstiger.
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